Verantwortungsvolles Spielen: Sicherheit, Prävention und Hilfe

Glücksspiel ist eine Form der Unterhaltung, die seit Jahrhunderten existiert. Doch wir sind uns bewusst, dass diese Form der Freizeitgestaltung Risiken birgt. Für die überwiegende Mehrheit der Menschen ist das Spielen ein harmloses Vergnügen, doch für einige kann es zu einem ernsthaften Problem werden. Unsere oberste Priorität ist es, eine sichere Umgebung zu schaffen und Sie umfassend über die Mechanismen des Spiels und die Gefahren einer Spielsucht aufzuklären.

Wir verstehen Spielerschutz nicht als lästige Pflicht, sondern als das Fundament unseres Angebots. Auf dieser Seite finden Sie detaillierte Informationen, praktische Werkzeuge zur Selbstkontrolle, Hinweise zum deutschen Sperrsystem OASIS und direkte Kontakte zu professionellen Hilfeeinrichtungen.

Unser Verständnis von Spielerschutz

Verantwortungsbewusstes Spielen bedeutet, die volle Kontrolle über das eigene Spielverhalten zu behalten. Es bedeutet, Entscheidungen auf Basis von Fakten und nicht aus Emotionen heraus zu treffen. Wir operieren unter den strengen Vorgaben der deutschen Gesetzgebung und setzen uns aktiv dafür ein, dass Glücksspiel das bleibt, was es sein sollte: ein Spiel, kein Mittel zum Gelderwerb.

Wir möchten offen und ehrlich mit Ihnen sein: Glücksspiel kann süchtig machen. Die Grenze zwischen genussvollem Spiel und problematischem Verhalten ist oft fließend und nicht immer sofort erkennbar. Deshalb ist Prävention der beste Schutz.

Warnsignale erkennen: Wann wird das Spiel zum Problem?

Pathologisches Spielverhalten entwickelt sich meist schleichend. Oft bemerken Betroffene oder Angehörige erst spät, dass sich das Verhalten ändert. Es ist wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein. Reflektieren Sie Ihr Verhalten regelmäßig.

Achten Sie besonders auf folgende Warnsignale und Verhaltensänderungen:

  • Der Fokus verschiebt sich: Das Glücksspiel nimmt einen immer größeren Raum in Ihren Gedanken ein. Sie planen den nächsten Spielbesuch, während Sie eigentlich arbeiten oder Zeit mit der Familie verbringen sollten.
  • Dosissteigerung: Die ursprünglichen Einsätze reichen nicht mehr aus, um den gewünschten Nervenkitzel oder die gleiche Befriedigung zu erzeugen. Sie müssen immer höhere Beträge riskieren.
  • Verluste jagen ("Chasing Losses"): Sie versuchen krampfhaft, verlorenes Geld durch neue Einsätze zurückzugewinnen. Dieser Teufelskreis führt meist zu noch größeren Verlusten.
  • Verheimlichung und Lügen: Sie spielen heimlich oder lügen Familie und Freunde an, wenn es um die Häufigkeit des Spielens oder die Höhe der verlorenen Beträge geht.
  • Finanzielle Probleme: Sie setzen Geld ein, das eigentlich für Miete, Lebensmittel oder Rechnungen bestimmt war. Vielleicht haben Sie sich bereits Geld geliehen oder Gegenstände verkauft, um weiterspielen zu können.
  • Emotionale Abhängigkeit: Sie spielen, um negativen Gefühlen wie Stress, Angst, Depression oder Einsamkeit zu entfliehen. Das Spiel wird zum einzigen Ventil für emotionale Regulation.
  • Ruhelosigkeit und Reizbarkeit: Wenn Sie versuchen, das Spielen einzuschränken oder aufzuhören, reagieren Sie gereizt, nervös oder aggressiv.
  • Vernachlässigung von Pflichten: Arbeit, Ausbildung oder familiäre Verpflichtungen leiden unter Ihrem Spielverhalten.
  • Erfolglose Aufhörversuche: Sie haben sich schon mehrfach vorgenommen, weniger zu spielen oder ganz aufzuhören, sind aber immer wieder rückfällig geworden.

Wenn Sie sich in einem oder mehreren dieser Punkte wiedererkennen, ist es dringend ratsam, Ihr Spielverhalten sofort zu pausieren und professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.

Instrumente zur Selbstkontrolle und Prävention

Um sicherzustellen, dass Sie innerhalb Ihrer persönlichen Grenzen bleiben, stellen wir Ihnen verschiedene technische Hilfsmittel zur Verfügung. Wir empfehlen jedem Spieler – unabhängig davon, ob er ein Problem vermutet oder nicht – diese Limits bereits bei der Registrierung aktiv zu nutzen.

Einzahlungslimits

Dies ist eines der effektivsten Werkzeuge. Legen Sie fest, wie viel Geld Sie pro Tag, pro Woche oder pro Monat maximal einzahlen können. Nach dem deutschen Glücksspielstaatsvertrag gibt es hierfür anbieterübergreifende Obergrenzen, die Ihren Schutz gewährleisten sollen. Ein einmal gesetztes Limit kann sofort gesenkt werden, eine Erhöhung tritt jedoch erst nach einer gesetzlich vorgeschriebenen Wartezeit in Kraft.

Einsatz- und Verlustlimits

Neben der Einzahlung können Sie auch begrenzen, wie viel Sie tatsächlich setzen oder maximal verlieren dürfen. Dies hilft Ihnen, Gewinne zu sichern und verhindert, dass Sie an einem schlechten Tag mehr verlieren, als Sie verkraften können.

Zeitlimits (Session Limits)

Es ist leicht, beim Spielen das Zeitgefühl zu verlieren. Setzen Sie sich ein Zeitlimit für Ihre Sitzungen. Sobald die Zeit abgelaufen ist, werden Sie automatisch ausgeloggt.

Reality Check

In regelmäßigen Abständen wird Ihr Spiel unterbrochen, um Ihnen eine Zusammenfassung Ihrer aktuellen Sitzung anzuzeigen: Wie lange spielen Sie schon? Wie viel haben Sie gewonnen oder verloren? Diese Unterbrechung dient als "Aufwachmoment", um zu überlegen, ob Sie weiterspielen möchten.

Der Panik-Button

Auf jeder Seite unseres Angebots finden Sie gut sichtbar einen sogenannten Panik-Button. Ein Klick darauf löst sofort eine kurzzeitige Sperre von 24 Stunden aus. Dies ist als "Notbremse" gedacht, wenn Sie merken, dass Sie die Kontrolle verlieren oder sich in einen Rausch spielen.

Das OASIS-Sperrsystem in Deutschland

Ein zentraler Baustein des deutschen Spielerschutzes ist das OASIS-System (Onlineabfrage Spielerstatus). Hierbei handelt es sich um eine bundesweite Sperrdatei.

Was bedeutet eine OASIS-Sperre?

Wenn Sie in der OASIS-Datei gesperrt sind, ist Ihnen die Teilnahme am Glücksspiel bei allen lizenzierten Anbietern in Deutschland untersagt. Dies gilt sowohl für Online-Casinos und Sportwetten als auch für stationäre Spielhallen und Spielbanken.

Wie kann man sich sperren lassen?

  • Selbstsperre: Sie können sich jederzeit selbst sperren lassen. Dies ist ein kraftvoller Schritt, um sich selbst zu schützen. Die Mindestdauer für eine Selbstsperre beträgt 3 Monate, sofern kein anderer Zeitraum angegeben wird. Oft wird jedoch ein Jahr empfohlen.
  • Fremdsperre: Auch Anbieter können Spieler sperren, wenn begründeter Verdacht auf Spielsucht oder Überschuldung besteht. Ebenso können Angehörige unter Vorlage entsprechender Nachweise eine Sperre anregen.

Weitere Informationen und Formulare finden Sie direkt auf der Seite des Regierungspräsidiums Darmstadt: https://www.oasis-spiel.de

Goldene Regeln für sicheres Spielen

Prävention beginnt im Kopf. Bevor Sie ein Spiel starten, sollten Sie folgende Grundsätze verinnerlichen:

  1. Budget festlegen: Bestimmen Sie einen festen Betrag, den Sie für Unterhaltung ausgeben können – ähnlich wie für einen Kinobesuch oder ein Abendessen. Rechnen Sie dieses Geld als "ausgegeben" ab, noch bevor Sie spielen.
  2. Keine Gewinngarantie: Gehen Sie niemals davon aus, dass Sie gewinnen werden. Glücksspiel basiert auf Zufall. Es gibt keine Systeme oder Strategien, die einen Gewinn garantieren.
  3. Nur in guter Verfassung spielen: Spielen Sie nie, wenn Sie alkoholisiert sind, unter Medikamenteneinfluss stehen oder sich in einer emotionalen Krise befinden (Wut, Trauer, Depression). Ihr Urteilsvermögen ist in diesen Zuständen beeinträchtigt.
  4. Pausen machen: Legen Sie regelmäßig Pausen ein. Gehen Sie an die frische Luft oder beschäftigen Sie sich mit etwas völlig anderem, um den Kopf frei zu bekommen.
  5. Nicht zur Einkommensquelle machen: Glücksspiel ist keine Arbeit und kein Weg, um finanzielle Probleme zu lösen.

Hilfe und Beratung: Sie sind nicht allein

Wenn Sie das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren, oder wenn Sie sich Sorgen um einen Angehörigen machen, zögern Sie nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen. In Deutschland gibt es ein hervorragendes Netzwerk an professionellen Beratungsstellen. Diese Hilfe ist vertraulich, in der Regel kostenlos und steht jedem offen.

Wichtige Kontaktstellen

Diese Einrichtungen bieten professionelle, vertrauliche und meist kostenlose Unterstützung:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die BZgA bietet umfassende Informationen und ein Beratungstelefon.

Telefon: 0800 1 37 27 00 (Kostenlos und anonym)

www.bzga.de

www.spielen-mit-verantwortung.de

Check dein Spiel

Hier finden Sie Selbsttests, Informationen und ein Verzeichnis von Beratungsstellen in Ihrer Nähe.

www.check-dein-spiel.de

Anonyme Spieler (Gamblers Anonymous)

Selbsthilfegruppen, in denen sich Betroffene gegenseitig unterstützen und Erfahrungen austauschen.

www.anonyme-spieler.org

Telefonseelsorge

Für akute Krisen, rund um die Uhr erreichbar.

Telefon: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222

Informationen für Angehörige und Freunde

Spielsucht betrifft nie nur den Spieler allein; das soziale Umfeld leidet oft massiv mit. Als Partner, Elternteil oder Freund fühlen Sie sich vielleicht hilflos, wütend oder schuldig.

Was Sie tun können:

  • Sprechen Sie es an: Suchen Sie das Gespräch in einer ruhigen Minute, nicht unmittelbar nach einem Streit über Geld. Beschreiben Sie Ihre Beobachtungen und Ihre Gefühle (Ich-Botschaften), ohne sofort Vorwürfe zu machen.
  • Kein Geld leihen: Es ist ein natürlicher Impuls, helfen zu wollen. Doch bei Spielsucht ist finanzielle Hilfe oft kontraproduktiv, da sie das "System" des Spielers am Laufen hält (Co-Abhängigkeit). Begleichen Sie keine Spielschulden.
  • Schützen Sie sich selbst: Sorgen Sie dafür, dass Ihre eigenen Finanzen und die Ihrer Familie sicher sind. Trennen Sie Konten, wenn nötig.
  • Holen Sie sich Hilfe: Auch für Angehörige gibt es Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen. Sie müssen diese Situation nicht alleine bewältigen.

Jugendschutz

Die Teilnahme an Glücksspielen ist in Deutschland gesetzlich erst ab 18 Jahren gestattet. Wir nehmen diese Vorgabe sehr ernst und führen strenge Identitätsprüfungen durch, um Minderjährige von unserem Angebot auszuschließen.

Wenn Sie Ihren Computer mit Minderjährigen teilen, bitten wir Sie, verantwortungsvoll mit Ihren Zugangsdaten umzugehen:

  • Speichern Sie keine Passwörter auf gemeinsam genutzten Geräten.
  • Lassen Sie Ihr Gerät nicht unbeaufsichtigt, wenn Sie eingeloggt sind.
  • Nutzen Sie Jugendschutzsoftware (z.B. Net Nanny, Cybersitter), um den Zugriff auf Glücksspielseiten zu blockieren.

Rechtlicher Hinweis

Gemäß dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) sind wir dazu verpflichtet, Sie auf die Risiken des Glücksspiels hinzuweisen. Glücksspiel kann süchtig machen. Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Infos und Hilfe unter www.bzga.de.

Wir bitten Sie: Spielen Sie mit Verantwortung. Ihre mentale Gesundheit und Ihr finanzielles Wohlergehen sind wichtiger als jedes Spiel. Wenn der Spaß aufhört, hören Sie auf.